Vorschule
Vorschule in KiTa und Kindergarten
Die Vorschule oder vorschulische Bildung begleitet Kinder in ihrem letzten Jahr vor dem Schulstart. In dieser Zeit findet, je nach Bundesland, häufig auch die Schulanmeldung statt. In den meisten Bundesländern erfolgt die schulvorbereitende Förderung im Kindergarten oder in der Kita. Dort nehmen die Kinder in ihrer gewohnten Gruppe an schulvorbereitenden Angeboten teil. In einzelnen Bundesländern, besonders in Hamburg, gibt es zusätzlich Vorschulklassen an Grundschulen.
Die Vorschule dient dazu, den Kindern den Schulstart zu erleichtern und die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen. So erlernen sie in der Vorschule bereits erste motorische Fertigkeiten und lernen, sich in einer Gruppe zurechtzufinden. Aber auch das Stillsitzen, Zuhören und Sprechen will geübt sein. In der Vorschule soll die Begeisterung für das Lernen geweckt werden. Je nach Kindergarten-Typ, z. B. im Waldorf- oder Montessori-Kindergarten, kann es auch weitere Lernziele geben, die kindergartenspezifisch umgesetzt werden.
Die Vorschule – kurz erklärt:
- Im letzten Jahr vor der Einschulung.
- Fördert wichtige Grundlagen für die Schule.
- Macht Lust auf Lernen.
- Meist in Kita oder Kindergarten.
- Besonderheiten in Niedersachsen und Hamburg
Mehr zur Einschulung lesen Sie hier.
Was lernen Kinder in der Vorschule?
Für einen guten Schulstart ist nicht entscheidend, dass Kinder in der Vorschule bereits rechnen, schreiben oder lesen können. Vielmehr geht es darum, wichtige Grundlagen für den Schulalltag zu stärken. Dazu gehört, Regeln zu verstehen, andere ausreden zu lassen, aufmerksam zuzuhören, mit kleinen Enttäuschungen umzugehen, Rücksicht zu nehmen, Geduld zu entwickeln und sich in eine Gruppe einzufügen. Diese Fähigkeiten werden nicht nur in der Vorschule, sondern während der gesamten Kindergartenzeit gefördert und sind für den späteren Schulstart besonders wichtig. Ebenso wertvoll ist es, wenn Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung viel Kontakt zu Gleichaltrigen haben und ausreichend Zeit zum freien Spielen bekommen.
Viele Kindergärten bieten im Jahr vor dem Schulstart besondere Angebote für Vorschulkinder an. Häufig werden Ausflüge unternommen, gemeinsame Projekte umgesetzt oder kleine Verantwortungsaufgaben übernommen. So ermöglichen einige Kitas beispielsweise, dass ältere Kinder Patenschaften für jüngere Kinder übernehmen. Im Mittelpunkt steht dabei, Spaß am Lernen zu vermitteln – ganz ohne Druck. Das Schreiben lernen kommt schließlich noch früh genug. Viele Kitas besuchen mit den Kindern der Vorschule außerdem eine Grundschule, damit sie einen ersten Eindruck ihrer künftigen Schule gewinnen. Dort können sie Klassenräume kennenlernen und erste kleine Aufgaben ausprobieren.
Für die Vorschule existieren jedoch keine einheitlichen Regelungen oder Gesetze. Das bedeutet, dass jede KiTa und jeder Kindergarten selbst entscheiden kann, was inhaltlich in der Vorschule behandelt wird.
Praktische Bastelsets für Kreativität:
Vorschule Übungen
Übungen in der Vorschule sollen Kinder spielerisch auf den Schulstart vorbereiten und wichtige Fähigkeiten für den späteren Unterricht fördern. Dazu gehören zum Beispiel Schwungübungen für die Stiftführung, erste Aufgaben zu Zahlen, Mengen, Formen und Farben sowie Übungen zur Konzentration, zum Zuhören und zum genauen Beobachten. Auch Malen, Schneiden, Basteln und kleine Rätsel stärken die Feinmotorik und das logische Denken. Wichtig ist, dass Vorschule Übungen altersgerecht gestaltet sind, Freude machen und ohne Leistungsdruck stattfinden. So können Kinder Selbstvertrauen entwickeln und mit Neugier an neue Lerninhalte herangeführt werden.
Spielerische Lernhilfen
Die Private Vorschule
Eltern haben auch die Möglichkeit, ihr Kind in eine private Vorschule zu schicken. Dies ist zumeist deutlich teurer, als das Vorschulangebot im Kindergarten. Dort sollen die Kinder Schritt für Schritt auf den Schulstart vorbereitet werden. Die Kinder erhalten dort, ähnlich wie später in der Grundschule, ersten Unterricht. Eine private Vorschule fördert die Kinder aber nicht nur, die Kinder werden dort auch gefordert. Wichtig ist in jedem Falle, dass ihr Kind die Lust am Lernen nicht verliert und die Angebote zur Persönlichkeit des Kindes passen.
Persönliche Erinnerungen zum Schulstart
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Besonderheiten zur Vorschule in Hamburg und Niedersachsen
In Niedersachsen arbeiten Kindertagesstätten und Grundschulen im letzten Kindergartenjahr eng zusammen, um Kindern den Übergang in die Schule zu erleichtern. Diese Zusammenarbeit wird häufig mit dem Begriff „Brückenjahr“ verbunden. Je nach Einrichtung können dazu gemeinsame Projekte, Besuche in der Grundschule oder weitere Angebote gehören, die Kinder spielerisch mit dem Schulalltag vertraut machen.
In Hamburg können Eltern wählen, ob ihr Kind im letzten Jahr vor dem Schulstart eine Vorschulklasse an der Grundschule besucht oder weiterhin in der Kita betreut wird. Beide Wege sollen Kinder gezielt auf den Übergang in die Schule vorbereiten. In den Vorschulklassen werden unter anderem sprachliche, mathematische und soziale Fähigkeiten gefördert. Kinder mit ausgeprägtem Sprachförderbedarf besuchen in der Regel eine Vorschulklasse an einer Hamburger Grundschule und erhalten dort zusätzliche Förderung.
FAQ zur Vorschule: Häufige Fragen und Antworten
Wann sollte ein Kind in die Vorschule?
Als Vorschulkind gilt meist ein Kind im letzten Jahr vor der Einschulung. Wann genau Vorschulangebote beginnen, kann je nach Bundesland, Kindergarten oder Kita unterschiedlich sein. In der Regel steht die spielerische Vorbereitung auf den kommenden Schulstart im Mittelpunkt.
Warum wurde die Vorschule abgeschafft?
Eine einheitliche Vorschule im klassischen Sinne gibt es in den meisten Bundesländern nicht mehr. Stattdessen findet die schulvorbereitende Förderung heute überwiegend im Kindergarten oder in der Kita statt. In einzelnen Bundesländern, wie Hamburg, gibt es weiterhin Vorschulklassen an Grundschulen.
Was sollte in der Vorschule gemacht werden?
In der Vorschule werden Kinder spielerisch auf die Schule vorbereitet. Dazu gehören unter anderem Zuhören, Konzentration, erste feinmotorische Übungen, gemeinsames Arbeiten in der Gruppe sowie der Umgang mit Regeln und kleinen Aufgaben.
Was ist der Unterschied zwischen Vorschule und Kindergarten?
Der Kindergarten begleitet Kinder über mehrere Jahre in ihrer allgemeinen Entwicklung. Die Vorschule bezeichnet meist die gezielte Vorbereitung auf den Schulstart im letzten Jahr vor der Einschulung. In vielen Bundesländern findet diese Vorschularbeit direkt im Kindergarten oder in der Kita statt.
Wie kann ich mein Kind in der Vorschule fördern?
Eltern können ihr Kind spielerisch unterstützen, etwa durch Vorlesen, Malen, Basteln, Schneiden, Reime, einfache Spiele mit Zahlen und Formen oder kleine Aufgaben im Alltag. Wichtig ist, dass die Förderung ohne Druck erfolgt und Freude am Lernen vermittelt.
Was sollte ein Kind in der Vorschule lernen?
Ein Kind muss in der Vorschule noch nicht lesen, schreiben oder rechnen können. Wichtiger sind grundlegende Fähigkeiten wie Zuhören, Konzentration, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen, Feinmotorik und ein erstes Verständnis für Sprache, Formen und Mengen.
Wann wurde die Vorschule abgeschafft?
Die klassische Vorschule wurde in Deutschland nicht einheitlich zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschafft. Vielmehr wurde die vorschulische Förderung nach und nach stärker in Kindergarten und Kita integriert. Deshalb gibt es heute je nach Bundesland unterschiedliche Modelle.